Im Oktober 2011 veranstaltete das DiaForum Marburg wieder einen Fotowettbewerb, um 12 Bilder für einen GeoKalender 2012 zu finden. Wir suchten nach den besten Fotos zum Thema „Naturschauspiele“!
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| Der Gletschersee Jökulsárlón (Island), Foto: Rebecca Simon |
Über den Wolken im Cañon del Colca (Perú), Foto: Anne Gerstner |
Wasserfall im Nationalpark Jiuzhaigou (Sichuan, VR China), Foto: Josh Bechtold |
| Ein Gletscher ist eine größere Eismasse, die sich aufgrund der Lage, Neigung und Temperatur eigenständig bewegt. Durch den Druck des Eises entsteht ein Wasserfilm, auf dem der Gletscher gleitet, in den Alpen mit Geschwindigkeiten zwischen 10 und 30 m pro Jahr. Mit 112 m pro Tag ist der Kutiah Gletscher in Pakistan wahrscheinlich der am schnellsten Fließende. Der längste Gletscher ist der Lambert-Gletscher in der Ost-Antarktis mit über 200 km Länge (zum Vergleich: Der Aletsch-Gletscher in der Schweiz kommt gerade mal auf 22 km.). |
Der Cañón del Colca ist mit 3269 Metern (gemes- sen vom höchsten Berggipfel) eine der tiefsten Schluchten. Der Grand Canyon ist dagegen nur 1800 m tief. über den Marianengraben, den man als unterseeische Schlucht bezeichnen könnte, erreicht man die tiefste Stelle des Welt- meeres (11034 m). Auch wenn nicht ganz ein- deutig ist, welche Schlucht die tiefste der Erde ist: Mit einer Tiefe von 7 Kilometern und einer Länge von 4000 Kilometern ist das Schluchten- system Valles Marineris auf dem Mars das wohl größte bisher entdeckte. |
Wasserfälle entstehen überall dort, wo ein Fließgewässer auf eine geologische Unebenheit stößt, die es dazu verleitet, zumindest teilwei- se, in freien Fall überzugehen. Der Salto Ángel in Venezuela stellt mit knapp 980 Metern den höchsten Wasserfall der Erde dar. In Deutsch- land sind die Triberger Wasserfälle besonders bekannt, da sie im 19. Jh. dafür sorgten, dass der Ort als erster im Lande elektrisch betriebene Straßenlaternen bekam. Das über 163 Meter und mehrere geologische Stufen stürzende Wasser wurde (und wird heute noch) mittels Turbinen in Elektrizität umgewandelt. |
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| Der Vulkan Bromo im frühen Morgenlicht (Indonesien, Java), Foto: Gisela Schuchart |
Aufziehendes Gewitter in Agaete (Gran Canaria), Foto: Jana Otten |
Limikolenschwarm bei Sonnenaufgang (Nationalpark Wattenmeer), Foto: Christian Höfs |
| Der Bromo ist ein 2329 m hoher Stratovulkan auf der indonesischen Insel Java. Den Größenrekord hält der Vulkan Mauna Loa auf Hawaii. Er erreicht eine Höhe von fast 10 000 m, allerdings sind nur die obersten 4139 m sichtbar, da der Vulkan seinen Ursprung auf dem Meeresboden in ca. 5000 m Tiefe hat. Damit ist er höher als der höchste Berg auf dem Festland, der Mount Everest (8848 m). Der größte Vulkan auf dem Festland ist der Ojos del Salado an der Grenze zwischen Chile und Argentinien. Er ist 6893 Meter hoch. |
Gewitter entstehen in der Regel durch das Verdunsten großer Wassermassen in warmen Gebieten der Erde. Die feuchtwarme Luft steigt auf und der Wasserdampf kondensiert in kälterer Luft. An der Grenze zur Stratosphäre breitet sich die Wolke oft ambossförmig in alle Richtungen aus. Weil dies sehr schnell geschieht und es innerhalb der Wolke zu zahlreichen Turbulenzen kommt, laden sich die Teilchen durch Reibungseffekte elektrisch auf. Die Spannungen zwischen den Teilchen entladen sich in Form von Blitzen. Diese sind etwa vier- bis fünfmal so heiß wie die Oberfläche der Sonne. |
Das Schwarmverhalten bezeichnet das kollektive Verhalten von Tieren, sich zu einer Aggregation zusammenzuschließen. Dabei gibt es kein Führungstier, das den Schwarm lenkt. Jedes Individuum trifft eigene Entscheidungen, folgt aber gewissen Regeln. Aus dem Verhalten der einzelnen Individuen im Schwarm entwickelt sich eine Struktur, die als Emergenz bezeichnet wird. Bei Vögeln und Fischen entstehen für die Individuen des Schwarms Vorteile bei der Nahrungssuche. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dem Angriff eines Räubers zu entkommen. |
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| Reisterrassen im Schnee (Sa Pa, Vietnam), Foto: Moritz Lehmann |
Clarée-Tal in den französischen Westalpen (Frankreich), Foto: Finn Sweers |
Sonnenuntergang mit Ausblick vom Southrim im Big Bend Nationalpark (Texas, USA), Foto: Jennifer Jablonski |
| Schon seit hunderten von Jahren legen verschiedene Kulturen Terrassen an, um Hanglandschaften zu kultivieren. Sie lassen sich z.B. in Südostasien, in den Anden und im Mittelmeerraum finden. Vorteile der Terrassen sind, dass sie den Boden vor Erosion schützen und das Regenwasser am zu schnellen Abfließen hindern. Sie sind ein gutes Beispiel für das menschliche Wirken auf seine Umwelt und seine Prägung der Landschaft. Heutzutage gibt es kaum noch Landschaften, die nicht vom Menschen verändert wurden. |
Landschaften sind Produkt von Jahrmillionen dauernden Formungsprozessen. Einstige Ozeane können durch tektonische Vorgänge tausende von Metern in die Höhe gehoben werden, z.B. durch die Verschiebung und das Aufeinanderprallen von Kontinentalplatten. Von da an wirken viele Prozesse auf die neu entstandenen Berge ein und sorgen für Abtragung. Regen, Wind, Gletscher, Flüsse, die Pflanzen- und die Tierwelt sind alle an diesen Erosionsprozessen beteiligt. Die Landschaft, die wir heute sehen, ist nur eine Momentaufnahme der sich ständig verändernden Erdoberfläche. |
Die Streuung des Lichts in der Atmosphäre ist für die rote Farbe des Sonnenuntergangs verantwortlich. Da der kurzwellige, blaue Lichtanteil stärker gestreut wird, erscheint der Himmel tagsüber blau. Abends (bzw. morgens), wenn die Strahlen einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurücklegen müssen, werden die blauen Lichtanteile soweit gefiltert, dass beim Betrachter nur noch der rote Anteil ankommt. Bei günstigen Bedingungen und gegebenenfalls verstärkt durch Staub und Wassertröpfchen in der Luft entsteht ein rot leuchtendes Naturschauspiel. |
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| Webervogel beim Nestbau (Tansania), Foto: Matthias Schulz |
Wanderdüne in Bewegung (Leba, Polen), Foto: Malte Rüster |
Herbst im Nationalpark Kellerwald (Nordhessen, Deutschland), Foto: Alexander Groos |
| Den etwa handflächengroßen Webervogel findet man überwiegend in Südafrika. Sein Name stammt von der kunstvollen Art des Nestbaus. Das Nest wird von Knoten und durch eine spezielle Webtechnik zusammengehalten. Der Bau des Nests ist oft Teil des Balzverhaltens der Männchen. Einige Webervogelarten, von denen es fast 120 gibt, errichten auch Gemeinschaftsnester, die im Durchmesser mehrere Meter groß und einige Zentner schwer werden können. |
Wanderdünen bewegen sich entsprechend einer vorherrschenden Windrichtung fort. Von der windzugewandten Seite der Düne werden dabei Sedimente abgetragen und über den Kamm geblasen. Dort, auf der windabgewandten Seite, rutschen diese dann ab. Das Abrutschen erzeugt dabei bisweilen laute, brummende Geräusche, die in manchen Fällen sogar noch in einigen Kilometern Entfernung zu hören sind und früher für die Laute von Wüstengeistern gehalten wurden. Die größte Wanderdüne Europas ist die Dune du Pyla in Frankreich mit einer Höhe von ca. 117 Metern. |
Das deutsche Wort Herbst und das englische harvest (dt. Erntezeit) besitzen beide den selben sprachlichen Ursprung und bedeuten soviel wie „Zeit der Ernte“,„Zeit des Pflückens“. Im Englischen bekam die Jahreszeit einen eigenen Namen (autumn) und in Deutschland wandelte sich das Wort zur Bezeichnung der Jahreszeit. Die herbstliche Färbung der Blätter ist eine Vorbereitung der Laubbäume auf den Winter. Das die Blätter grün färbende Chlorophyll wird abgebaut und zurück bleiben andere Farbstoffe, wie Carotinoide. Sie verleihen den Blättern im Herbst die typischen Rottöne. |